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8. September 2007
Kriegsgräuel übersteigen Vorstellungs-vermögen ___ © by: Michael Kneissler
Rund um die Virunga-Berge im Osten der Demokratischen Republik Kongo, tobt zur Zeit einer der schrecklichsten Bürgerkriege der Gegenwart. Massaker an Zivilisten, Massenvergewaltigungen, zehntausende Flüchtlinge - und mitten drin die letzten überlebenden Berggorillas der Welt.
Vor drei Monaten war ich für das Wissenschaftsmagazin P.M. in den Virunga-Bergen, um über die Rangertruppen zu berichten, welche die letzten 700 Berggorillas auf dem Globus zu schützen versuchen. Damals schon war die Sicherheitslage so, dass wir uns nicht ohne Begleitschutz durch bis zu 16 schwer bewaffnete Ranger bewegen konnten.
Unterdessen ist ein offener Krieg zwischen der kongolesischen Armee und UN-Blauhelm-Truppen, sowie 3.500 Rebellen des aufständischen Generals Laurent Nkunda ausgebrochen, insbesondere rund um Rushuru (siehe Karte). Beide Seiten schrecken vor Grausamkeiten nicht zurück. Die Kriegsgräuel übersteigen nach Angaben der UN- Flüchtlingsorganisation UNHCR die menschliche Vorstellungskraft. Die Flüchtlinge in den Lagern berichteten über systematische Vergewaltigungen und Folterungen, erklärte UNHCR-Sprecher Ron Redmond am Freitag in Genf (mehr…).
Die Ranger haben sich aus dem Kampfgebiet komplett zurückgezogen. Zur Zeit gibt es keine Hinweise über den Verbleib der Gorillas. |
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